Das Grab

Maria hat mit Conny zusammen die Drahthand und Ruprechts Tuerschild auf dem Grab befestigt und ausserdem Blumen gepflanzt und mir Fotos nach Shanghai geschickt. Das ist schon einige Wochen her, aber ich habe es einfach nicht geschafft hier zu bloggen. Mir fehlt noch die notwendige Distanz und jedesmal, wenn ich mich mit Ruprecht beschaeftige, werde ich fast krank vor Trauer. Jetzt ist es etwas besser, zumindest merke ich, dass ich nun ein Foto von seinem Grab hier posten kann. Es sieht sehr schoen aus. Vielen Dank!

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Ruprechts Texte: Material und Form 1

„Ein Material verformt sich nach Gesetzmaessigkeiten, die nicht von der Form abhaengen, die das Material annehmen soll. Ergibt sich die Form nicht zufaelligerweise unmittelbar aus diesen Gesetzmaessigkeiten, dann sind mehr oder weniger grosse Umwege noetig. Oder es ist unmoeglich.

Eine gute Form ist eine Form, in der alle Bedingungen, die zu ihrer Entstehung fuehren, einen befriedigenden Ausdruck gefunden haben.

Ein Ding hat zwar eine Form, aber auch einen bestimmten Platz in der Dingwelt. Die Dingwelt ist nach Taetigkeitsbereichen geordnet. Die Verlockung der Dingwelt liegt in der Moeglichkeit des mehr oder weniger geduldeten Missbrauchs. Ein Ding wird nicht entsprechend seinem Platz in dem Taetigkeitsbereich dem es entstammt gebraucht, sondern dient der Befriedigung von menschlichen Beduerfnissen. Da diese zur Ausbildung der Taetigkeitsbereiche gefuehrt haben, bleibt eine indirekte Verbindung, die nun ploetzlich direkt erlebt wird. Durch die Form eines Dinges kann ein solches gaengiges Missbrauchsbegehren angestossen werden.

Ebenso kann ein Gegenstand die Vermutung erwecken, er entstamme einem bestimmten Taetigkeitsbereich. Er zitiert einfach die gaengige Missbrauchsanmutung. Also ist eine gute Form fuer ein Ding eine moeglichst raffinierte Missbrauchsverlockung. Nur so erfuellt sie die kompensatorische Erwartung an die Warenwelt.“ Ruprecht Scheuffele

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No need to say good bye

Ist ein Lied, das ich auf einer von Ruprechts selbstgemachten CD`s gefunden habe. Ruprecht hat zwei CD`s mit seinen Lieblingsliedern zusammengestellt. Die erste heisst Licht und Schatten, die zweite heisst Licht oder Schatten. Dieser Song ist das fuenfte Lied auf der ersten CD. Damit Ihr den Text besser verstehen koennt, ist es hier als Youtube Video. Den Text kann man im Video mitlesen.
Der Song heisst: „The Call“ und ist von Regina Spektor

(Fuer alle, die eine langsame Internet Verbindung haben, empfehle ich das Video erst einmal durchlaufen zu lassen und dann auf „replay“ zu druecken, um es zusammenhaengend und ohne Zwischenstopp anhoeren zu koennen.)

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Noch eine seiner Arbeiten

leider habe ich nur wenige Fotos von Ruprechts Arbeiten. Naechstesmal, wenn ich wieder nach Deutschland komme, werde ich einen Fotographen bitten in Ruprechts Atelier Fotos seiner Arbeiten zu machen.

Ausserdem wollte ich noch mitteilen, dass ich zwei weitere Seiten als „Unterverzeichnisse“ von Atelier Panzerhalle hinzugefuegt habe. Eine fuer seine kuenstlerischen und eine fuer seine praktischen Metall- und Stahl- Arbeiten.

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Geburtstag

Heute waere Ruprecht 46 Jahre alt geworden. Ich habe den Vormittag damit verbracht, Fotos von ihm anzuschauen und einzuscannen und meiner chinesischen Haushaelterin zu zeigen.

Wenn ich lese, was Ruprecht geschrieben hat, dann kommt es mir oft so vor, als ob er die Welt auch aus meinen Augen betrachtet habe. Es sind fuer mich so viele Aha – Erlebnisse, dass ich seine Texte wieder und wieder und wieder lesen muss und eigentlich nie ueber die ersten paar Seiten hinaus komme. Bis jetzt. Seine Texte verhelfen mir jetzt nachtraeglich, Dinge zu sehen, die ich eigentlich schon vergessen hatte oder nicht wahrnehmen konnte. Leider war ich damals vor einigen Jahren, als er mir am Telefon aehnliche Dinge erzaehlte nicht in der Lage, mich wirklich mit seinen Themen auseinanderzusetzen.

Ruprecht war sehr vielseitig, vielschichtig und sehr humorvoll. Viele seiner Aktionen sind mit Schalk und Freude gemacht und auch einige seiner Texte haben es „faustdick hinter den Ohren“ wie mein Vater es formuliert haette. Aber nicht alle Texte. Einige seiner Texte sind bitter ernst und hier betone ich das Wort bitter, denn es sind bittere Texte mit Schmerz geschrieben. Bitte verzeiht mir, wenn ich die meisten seiner Texte und Komiks nicht einfach so hier veroeffentliche. Trotz ihrer in meinen Augen hohen Qualitaet. Aber Ruprecht war sehr scheu und ist selber nie mit diesen Texten an die Oeffentlichkeit gegangen. So muss ich mich bei allem, was ich hier veroeffentliche doch sehr genau fragen, ob Ruprecht damit einverstanden waere.

Fuer heute habe ich ein paar Fotos herausgesucht. Es gibt ein neues Foto auf der Seite Atelier, ein neues Foto von einer seiner Plastiken und eines von ihm selber. Bitte betrachtet diesen Blog und diese Fotos als Geburtstagsgeschenk von Ruprecht persoenlich an seine Freunde und all die Menschen, die ihm nahe stehen und ihn geliebt haben.

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Wer weiss einen Titel?

Ein Tier oder eine Maske? Eine Wanze, die den Eifelturm erklimmt? Man beachte die Proportionen! Wer weiss den Titel? Bitte schreibt Eure Titel Ideen zu dieser Plastik als Kommentar! Ich werde dann einen auswaehlen…

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Bei der Arbeit

Ruprecht in seinem Atelier an der Arbeit….

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Quicktime Messenger floaten über voreingestellte Gangartenwechsler in Paradiesnahen Spären.

Sonntag, 25. Juli 2010, das Informationsfeld generiert derzeit keine Ereignisse, die über die Eingebungsschwelle dringen könnten. In der Besenkammer meines Bewusstseins wird also gerade keine überschüssige Zeugungskraft abgebaut und nur in ganz umwegreicher Weise dringen die Gedankenkräfte ins Dasein. Die paradigmatische Ansage des Tages scheint sich aus Texten vergangener Tage zu bedienen. Das Moderne will zwar Einzug halten, ist aber an der Schwelle zum Dasein wie in sich selbst versteinert gewissermaßen als durchgangsloses Portal, getragen von süffisant lächelnden Kariatyden von zeitloser Eleganz. Die blinde Türfassung zwischen Ihnen ist verdächtig gefleckt, wahrscheinlich von zahlreichen verzweifelten Anrennungen gegen die unnachgiebige Wandfläche, die, obwohl zurückgesetzt zwischen den säulenbildenden Damen von besonderer Dicke zu sein scheint. Postpubertärer Vorwitz lässt den suchenden Blick zu den Seiten hin abschweifen; doch da endet das Bild, vielleicht auch nur die Wahrnehmungsfähig-keit, vielleicht einfach die beschreibbare Welt.

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am Brandenburger Tor

am Brandenburger Tor mit selbstgemachtem Antennenhelm. Foto von Maria, von Ruprecht am Computer bearbeitet und von Pinelli als Postkarte veroeffentlicht.

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