Erinnerungsnormale als absinkende Schleife

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Die letzte Woche im Kommrum

Wie die Zeit verfliegt! Nun sind die beiden Monate schon fast herum. In nur noch einer Woche wird die Ausstellung meines Bruders abgehaengt. Ich hoffe, Ihr habt sie Euch gerne angeschaut. Wer noch einmal hingehen moechte, kann es noch diese Woche machen.

Und hier der “Echo of the Blues”, das Gitarrenstueck, dass ich zur Ausstellungseroeffnung gespielt habe:

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Eroeffnung mit Helm

naja, wahrscheinlich weil sonst soviel zu tun war, habe ich meinen Fotoapparat vergessen und werde hier Fotos zeigen, die meine Tante gemacht hat.

Meine Mutter und ich haben uns sehr ueber die vielen lieben Menschen gefreut, die mit uns die Ausstellung eroeffneten. Einige meiner Tanten und Onkel kamen von weit her nach Berlin. Und dann die Freunde und Kollegen von Ruprecht!

Am Tag davor haben wir mit Heidrun und Maria die Platten mit den Fotos aufgehaengt. Als alles hing, war der Raum erfuellt von Ruprechts Athmosphaere.. Die Komiks leuchten wunderschoen farbig an der Wand. Leider muss ich zurueck nach Shanghai ohne mir die Ausstellung selber nochmal in Ruhe anschauen zu koennen!

Von Shanghai aus war es unmoeglich, Einladungen per Post zu verschicken oder alle potentiell interessierten Menschen anzurufen. Ich konnte nur ueber diesen Blog und per Email einladen. Deswegen bin ich abends vor der Eroeffnung noch in die Eckkneipe gegangen, in der Ruprecht immer war. Der Besitzer, ein Freund von Ruprecht, hat mir dann fuer die Vernissage den legendaeren Antennenhelm ausgeliehen, den ich bei der Ansprache tragen konnte. Sozusagen als besonderes Andenken an Ruprecht, der diesen Helm ja selber gemacht und getragen hatte. Das war dann auch die angekuendigte Ueberraschung.

Es gab ein kleines Buffett mit verschieden belegten Broetchen von Pinelli und viel Sekt. Ich habe Gitarre gespielt und zwar u.a. ein Stueck “Echo of the Blues” von Jorge Morel, das ich extra fuer diesen Abend einstudiert habe. Und dann gab es noch zwei Stunden Disco.

Ich moechte mich hier ganz herzlich bei den Mitarbeitern vom Kommrum bedanken, die nicht nur diesen grossen, schoenen Raum kostenlos zur Verfuegung stellen, sondern auch kraeftig bei der Organisation und beim Aufbau der Ausstellung geholfen haben. Vielen Dank!

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Der Countdown laeuft..

nach ein paar spannenden Tagen in Berlin und einem gut ueberstandenen kurzen Krankenhaus Aufenthalt meiner Mutter ist die Ausstellung nun im Komm Rum gut aufgehaengt.

Meine Mutter und ich sind muede und erleichtert. Und nun gibt es fuer die Ausstellungseroeffnung morgen auch noch eine Ueberraschung! Nein, ich meine nicht mein Gitarrespiel. Noch etwas hat sich ploetzlich ergeben, aber das verrate ich noch nicht. …

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Ausstellungseroeffnung

Liebe Freunde von Ruprecht,

Am Samstag den 3. Dezember um 17.00 Uhr wird eine Gedenkausstellung fuer Ruprecht Scheuffele im Cafe Komm Rum in Berlin, Schnakenbergstr.4 eroeffnet.

Meine Mutter und ich haben beschlossen Euch die gesamte Komik – Wand zu zeigen, die Ruprecht bei unserem letzten Besuch in seiner Wohnung haengen hatte. Insgesamt existieren 12 Blogs mit gemalten und geschriebenen Komiks. Ruprecht hatte selber eine Auswahl getroffen, die er in seiner Wohnung zeigte. Diese werden wir nun fuer Euch aufhaengen. Ausserdem gibt es zahlreiche Fotos von seinen Metallarbeiten und Plastiken. Leider eignet sich das Café, in dem die Ausstellung stattfindet, nicht dazu, die sperrigen und sehr empfindlichen Originalarbeiten auszustellen. Weiter gibt es ein kleines Buffet und von mir den “Echo of the Blues” live auf der Gitarre fuer Euch gespielt.

Wer will, darf seine Erinnerungen, die er an Ruprecht hat, mit-teilen. Dazu lade ich Euch alle ganz herzlich ein.

Anschliessend werden wir eine Disco mit Musik machen, nach der Ruprecht gerne getanzt hat.

Die Ausstellung wird bis Ende Januar zu sehen sein.

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Ruprechts letzter Tag

Heute vor einem Jahr, am 27 ten September 2010 war Ruprechts letzter Tag (in diesem Leben).

Da ich das Glueck hatte an diesem Tag bei ihm zu sein, hier eine kurze Schilderung:

Ruprecht hatte meine Mutter und mich fuer den 27 September abends zum Essen eingeladen und wollte selber kochen.

Wir kamen aus Stuttgart und sind nachmittags erstmal ins Hotel gegangen, um unser Gepaeck abzuladen.

Ruprecht hatte vormittags gearbeitet. Es war fuer ihn ein etwas laengerer Tag, da es nach der Arbeit auch noch eine kurze Besprechung gab. Danach ist er einkaufen gegangen und hat unseren Besuch vorbereitet.

Ruprecht war sehr ungeduldig uns zu sehen und rief mehrmals an, ob wir nicht schneller kommen koennten. Wir waren aber von der langen Reise sehr muede und brauchten etwas Zeit. Zwischen fuenf und sechs Uhr waren wir dann endlich in seiner Wohnung. Seine Wohnung war wunderbar aufgeraeumt. Er hatte den Tisch festlich gedeckt und schon das Essen vorbereitet. An der Wand hingen seine Komiks, die ich davor noch nie gesehen hatte und die mich tief beeindruckten. Ausserdem hatte er an die Wand die Fotos gehaengt, die wir bei unserem letzten Skype Gespraech voneinander gemacht haben.

Ruprecht sah an dem Abend wieder sehr jung aus. Er hatte sich einen Pferdeschwanz gemacht und den Bart fast ganz abgenommen. So mochte ich ihn schon immer am liebsten anschauen. Er hatte sehr guten Wein besorgt und ein griechisches Essen mit Schafskaese und Lauchgemuese gekocht. Waehrend des Essens sprachen wir auch ueber das geplante Familienfest und ich bat ihn dringend, bitte hinzugehen, doch er antwortete, dass er nicht zusagen koenne, denn bei ihm koenne man nicht vorhersehen, was komme. Dann erzaehlte er uns, dass am naechsten Tag ein Abendessen bei Maria geplant sei, wo ich bitte Gitarre spielen solle. Daraufhin habe ich ihn gebeten, mir am naechsten Vormittag (28.Sept) frei zu geben, da ich dringend wenigstens mal wieder zwei Stunden allein sein und ueben wolle.

Doch Ruprecht wollte mir diese Zeit aus irgendwelchen Gruenden nicht geben und versuchte hartnaeckig mich von meinem Uebe – Beduerfniss abzubringen. Er wollte unbedingt schon ganz frueh am naechsten Morgen mit uns in irgendein Hochhaus mit schoenem Ausblick zum Kaffee trinken gehen und dann eventuell ins Atelier fahren.

Meine Mutter hatte die ganze Zeit Sorge, dass unser Besuch fuer Ruprecht zu anstrengend sein koennte. Deswegen haben wir uns an dem Abend schon relativ frueh verabschiedet. Er begleitete uns noch zur Bushaltestelle und ich hatte das Gefuehl, dass er irgendwie traurig war, weil wir nur so wenig gegessen hatten und weil ich unbedingt am naechsten Tag erst mal zwei Stunden Gitarre ueben wollte. Es war eine eigenartige Stimmung, die mir weh tat, auch wenn ich nicht sagen kann, warum.

Ich fuehlte mich dann so melancholisch und habe mich so sehr nach der Stimme meines Bruders gesehnt, dass ich ihn schliesslich vom Hotel aus nochmal anrief. Da war es so etwa neun Uhr abends. Bei diesem Telefon wirkte Ruprecht sehr ausgeglichen und erzaehlte mir, dass er schon alles aufgeraeumt und vorbereitet habe und noch was gegessen habe. Er werde auf jeden Fall uns am naechsten Morgen bis spaetestens neun Uhr im Hotel abholen.

Neun Uhr morgens? Damit machte er mir regelrecht Stress, denn ich brauche morgens immer sehr lange, bis ich in die Gaenge komme. Doch ich hatte keine Chance zu widersprechen. Er bestand auf dieser Zeit. Das war eigentlich sehr eigenartig fuer ihn.

Wir – also meine Mutter und ich – hatten eine unruhige Nacht. Wir waren beide angespannt und meine Mutter ist einmal nachts aufgestanden, weil sie sich so stickig gefuehlt hat. Sie hat da alle Fenster aufgerissen. Vielleicht war das genau der Zeitpunkt an dem Ruprecht gerade starb? Wer weiss.

Als Ruprecht am naechsten Morgen dann doch nicht um neun Uhr da war, haben wir uns erst nichts schlimmes dabei gedacht. Meine Mutter meinte, vielleicht muss Ruprecht ja mal noch etwas alleine sein und ist erstmal alleine spazieren gegangen. Schliesslich ist so ein Familien Besuch ein anstrengendes Unternehmen. Doch dann habe ich versucht ihn anzurufen und auch sein Handy. Als er nie abnahm, habe ich mir ploetzlich sehr grosse Sorgen gemacht und gemerkt, dass etwas schlimmes passiert sein muss. Zuerst habe ich mein Gefuehl versucht zu unterdruecken und zu ignorieren, doch irgendwann ging das dann nicht mehr.

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Ausstellung im Dezember

Gerade war ich in Berlin, um mit Maria S. und Heidrum P. vom Komm Rum ev. Die Gedenkausstellung von Ruprecht vorzubereiten.

Sie wird im Dezember und Januar 2011/12 im Komm Rum Café Berlin, in der Schnackenbergstr. zu sehen sein.

Die Eroeffnung ist am Samstag den 3. Dezember um vorraussichtlich 17.00 Uhr. Mehr verrate ich euch, wenn es soweit ist. Nur eines schon jetzt: Nach der Eroeffnung wird es eine Disco geben, denn Ruprecht hat immer sehr gerne getanzt.

Ruprechts selbstgemachte Tanzschuhe: er hat sie benutzt, um in einem Cafe nach verschnellerter Mikel Jackson Musik (Album: Bad) zu tanzen.

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Das Grab

Maria hat mit Conny zusammen die Drahthand und Ruprechts Tuerschild auf dem Grab befestigt und ausserdem Blumen gepflanzt und mir Fotos nach Shanghai geschickt. Das ist schon einige Wochen her, aber ich habe es einfach nicht geschafft hier zu bloggen. Mir fehlt noch die notwendige Distanz und jedesmal, wenn ich mich mit Ruprecht beschaeftige, werde ich fast krank vor Trauer. Jetzt ist es etwas besser, zumindest merke ich, dass ich nun ein Foto von seinem Grab hier posten kann. Es sieht sehr schoen aus. Vielen Dank!

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